Duale Ausbildung – Chancen in den Grünen Berufen

Vor ein paar Tagen wurden wir vom Kreisverband Rotenburg-Verden e.V. des Niedersächsischen Landvolk besucht. Freundlicherweise hat man uns erlaubt, den Text hier noch einmal zu verwenden.

PRESSEMITTEILUNG – duale Ausbildung in der Landwirtschaft // Chancen und Perspektiven in den Grünen Berufen //

An der DrillkarreWesten/Hamersen. Im Land Niedersachsen werden insgesamt zwölf der vierzehn Grünen Berufe zur Ausbildung angeboten. Ob Landwirt/in, Tierwirt/in, Gärtner/in oder Hauswirtschafter/in die Grünen Berufe bieten eine große Bandbreite an Betätigungsmöglichkeiten. Mit ihrer durch EU-Mittel finanzierten Initiative der Ausbildungsplatzkoordination wirbt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen seit Beginn des Jahres verstärkt für diese Form der dualen Ausbildung. Dabei setzt die Kammer auch auf die Kooperation mit dem Landvolk.

Besuch auf dem Hof„Unsere Aufgabe muss es sein, den jungen Menschen ihre Perspektiven einer Ausbildung in der Land- und Forstwirtschaft aufzuzeigen“, sagt Christoph Steins, Ausbildungsakquisiteur der Landwirtschaftskammer. Aktuell ist Steins vermehrt auf Betrieben vor Ort unterwegs. Eindrücke und Erfahrungen von Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben will er sammeln.

In den KartoffelnEin gutes Beispiel hierfür: Landwirt Michael Kappel aus Westen. Der Schweinemäster und Kartoffelbauer bildet seit Jahren aus. Jungen Leuten eine Chance geben, das ist dem Landwirt wichtig. In Form von Praktika können Jugendliche bei ihm frühzeitig in die Landwirtschaft reinschnuppern. Gute Erfahrungen hat er beispielsweise mit Schülern der Janusz-Korzak-Schule aus Verden gemacht. In der Förderschule werden Kinder und Jugendliche mit Verhaltensproblemen unterrichtet. Für den Landwirt zählt, mit welchem Engagement und Willen sich die Jugendlichen bei ihm auf dem Hof präsentieren. In diesem Zusammenhang muss auch die Ausbildungsmöglichkeit zum Werker bzw. zur Werkerin gesehen werden. Hier können Jugendliche, die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung die Anforderungen im Ausbildungsberuf Landwirt/in voraussichtlich nicht erfüllen werden, in einer dreijährigen, stark praxisorientierten Ausbildung zum Werker/zur Werkerin in der Landwirtschaft ausgebildet werden.

Die Vielseitigkeit einer Ausbildung in der Landwirtschaft herauszustellen, darum geht es auch bei dem Besuch des Bartels Hoff in Hamersen. Milchviehalter Dirk Mahnken setzt seit Jahren auf die Ausbildung junger Leute. Für ihn die Zukunft und Garantie für den Erhalt des Berufsstands. Eigenständigkeit und Verantwortung sind für ihn, der bis zu zwei Auszubildende regelmäßig auf seinem Hof beschäftigt, wichtig. Gerne lädt er die jungen Leute im Vorfeld der Ausbildung zum Kennenlernen und Mitarbeiten auf seinen Hof ein. „Die Chemie muss stimmen“, sagt Mahnken, denn schließlich sind sie zu 100 % in den Familienbetrieb integriert. Auch er ist vom großen Engagement der jungen Leute begeistert. Sein jetziger Auszubildender, Jochen Klindworth steht stellvertretend hierfür. Mit großer Freude und Einsatz ist er bei der Arbeit, sei es beim Versorgen der Tiere oder im Umgang mit der Technik auf dem Hof. Mit seinem Engagement will der Landwirt, der auf seinem rund 150 ha großen Betrieb knapp 200 Milchkühe hält und neben Grünland vornehmlich Futtermais und Getreide anbaut, seine Berufskollegen ermuntern, verstärkt auszubilden. Die Ausbildungsinitiative der Landwirtschaftskammer und die Zusammenarbeit mit dem Landvolk begrüßt er. Regelmäßig öffnet er seinen Hof für Besucher.

Am 15. Juni 2014 findet der „Tag des offenen Hofes“ statt, wo sich alle Interessierten ihr eigenes Bild von moderner Landwirtschaft machen können. Dort wird sich auch die Landwirtschaftskammer mit Infoständen präsentieren. Eine gute Gelegenheit, sich zusätzlich über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft zu informieren.

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